1972

Wachstum unter Druck und neue Visionen

1972 ist geprägt von hoher Auslastung und Personalmangel. Gleichzeitig treibt die Stiftung ihre Ausbaupläne voran und die Grundlage für ein zweites Schulheim in Baden entsteht

Was geschah in diesem Jahr

Der Jahresbericht hält fest: Jedes gelöste Problem bringt neue Aufgaben mit sich. Die Hochkonjunktur in der Schweiz erschwert die Suche nach Fachpersonal. Lehrkräfte und Therapeutinnen sind stark gefragt. Stellen können oft erst kurzfristig besetzt werden, einzelne bleiben vakant. Besonders in der Physio- und Beschäftigungstherapie fehlen Fachpersonen. Auch der Alltag im Schulheim fordert die Mitarbeitenden stark. Einige Kinder zeigen herausfordernde Verhaltensweisen. Das Team stösst an Grenzen und sucht nach geeigneten Lösungen. Trotz dieser Belastungen erleben die Kinder auch unbeschwerte Momente. Im Winterlager in Einsiedeln wird geschlittelt und Ski gefahren. Gemeinsame Erlebnisse ausserhalb des Schulalltags stärken die Gemeinschaft und schaffen bleibende Erinnerungen. Die Eltern werden aktiv einbezogen. Umfragen befassen sich mit Schulberichten, Zeugnisnoten und der Fünftagewoche. Letztere steht im Spannungsfeld zu kantonalen Vorgaben. Die Stiftung zeigt sich offen für neue Wege, muss jedoch immer wieder auf politische Rahmenbedingungen Rücksicht nehmen. Finanziell und planerisch richtet sich der Blick nach vorn. Eine benachbarte Liegenschaft kann erworben werden. Gleichzeitig entsteht die «Konzeption Aargau»: Sie beschreibt, wie ein zweites Schulheim in Baden organisatorisch eingebunden werden soll. Geplant sind auch zusätzliche Infrastrukturangebote wie ein Lehrschwimmbecken. Die Stadt Baden unterstützt das Projekt und beteiligt sich finanziell.

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