1981
1981 steht im Zeichen des «Internationalen Jahres des Behinderten». Die Stiftung beteiligt sich an Aktionen und reflektiert kritisch über echte Teilhabe. Gleichzeitig erhält der Neubau der Schulanlage Telli in Aarau grünes Licht.
Das von den Vereinten Nationen ausgerufene Jahr bringt viele Veranstaltungen. Ein «Tag der Begegnung» zeigt jedoch, dass echte Durchmischung nicht selbstverständlich ist. Die Beteiligung von Nichtbehinderten bleibt gering. Die Stiftung setzt sich offen mit dieser Erfahrung auseinander. Ermutigend ist das Engagement einer Klasse der Kantonsschule Aarau. Die Schülerinnen organisieren ein Sommerlager für Kinder des Schulheims. Unter dem Motto «Zigeunerleben» verbringen sie gemeinsam eine erlebnisreiche Woche im Entlebuch. Das Lager lebt von Spontaneität und Einsatz. Begegnung gelingt dort, wo Menschen konkret Verantwortung übernehmen. Weiterbildungen, Winter- und Berglager, Besuche von politischen Vertretungen und gemeinsame Anlässe mit Jugendgruppen prägen den Alltag. Solche Aktivitäten fördern Selbstvertrauen und Austausch. Ein Meilenstein wird in Aarau erreicht. Der Stiftungsrat genehmigt den Baukredit für die neue Schulanlage Telli. Auch die städtische Bevölkerung stimmt dem Kredit zu. Damit ist die Finanzierung gesichert und der Weg für den Neubau frei. Der Schüler «Max» legt grossen Wert auf Schnelligkeit, wodurch er manchmal ungenau und flüchtig arbeitet. Insgesamt arbeitet er jedoch gut mit, auch wenn die Korrektheit gelegentlich hinter dem Tempo zurücksteht.