1971

Ausbaupläne und neue Fachdebatten

Ein Jahr der Weichenstellungen. Der Kanton stimmt einem Schulheim in Baden zu. Gleichzeitig beginnt eine vertiefte fachliche Auseinandersetzung über frühe Förderung und Zusammenarbeit.

Was geschah in diesem Jahr

Zu Beginn des Jahres wirbt die Stiftung mit einem Inserat um eine Lehrerin, illustriert mit dem Bild einer Villa. Das Schulheim präsentiert sich selbstbewusst. Gleichzeitig fordert das Erziehungsdepartement ein neues Statut. Die Organisation soll ihre Grundlagen überarbeiten und klären. Im April stimmt der Regierungsrat der Errichtung eines Schulheims in Baden zu. Das Projekt wird offiziell anerkannt. Damit erhält der geplante Ausbau politische Rückendeckung. Öffentliche Informationsabende zeigen jedoch, dass das Thema Körperbehinderung noch wenig Beachtung findet. Ein Anlass in Brugg stösst nur auf geringes Interesse. Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit bleibt eine Aufgabe. Im Schulheim selbst finden regelmässige fachliche Besprechungen statt. Physiotherapie, Kindergarten und Erziehungsfragen werden intensiv diskutiert. Dabei taucht erstmals nachweislich die Idee einer heilpädagogischen Früherziehung auf. Fachpersonen weisen auf die Bedeutung früher Unterstützung für Kinder und Familien hin. Auch Modelle aus anderen Kantonen werden erwähnt. Zugleich wird die Zusammenarbeit im Team thematisiert. Erziehung wird als gemeinsame Aufgabe verstanden. Die Förderung von Körper, Seele und Geist soll ineinandergreifen.

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