1983

Baufortschritt und Gegenwind

Der Bau der Schulanlage Telli schreitet sichtbar voran. In Baden stehen erneut Provisorien bevor.

Was geschah in diesem Jahr

Der Neubau in der Telli nimmt Form an. Ein sorgfältig geführtes Bautagebuch dokumentiert jeden Arbeitstag mit Wetterangaben, Baufortschritten und Fotos. Der Spatenstich ist bereits erfolgt, noch bevor alle formellen Genehmigungen vorliegen. Das Tempo ist hoch, der Wille zur Umsetzung klar. Nicht überall stösst dieses Vorgehen auf Zustimmung. Die Stiftung ersucht Gemeinden im Westaargau um einen Beitrag von sieben Franken pro Einwohner. Mehrere Gemeindeammänner reagieren kritisch. Sie befürchten, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Die Diskussion wird öffentlich geführt. Trotz dieser Misstöne geht der Bau weiter. Im November findet die Aufrichte statt. Das Dach wird rechtzeitig vor Wintereinbruch geschlossen. In Baden bleibt die Situation angespannt. Zwar wird ein Projektwettbewerb für eine neue Schulanlage ausgeschrieben. Gleichzeitig muss das Zentrum das ehemalige Stadtspital verlassen. Neue Übergangslösungen werden gesucht. Therapie- und Schulräume verteilen sich vorübergehend auf verschiedene Standorte. Auch intern ist Bewegung spürbar. Das Angestelltenreglement wird überarbeitet und den Mitarbeitenden vorgestellt. Eltern werden über Beitragsanpassungen informiert. Fachliche Fragen, etwa zur Rolle der Sonderschule zwischen Chance und Stigmatisierung, werden offen diskutiert. Der Schüler «Max» erhält einen neuen Lehrer. Er beteiligt sich gerne an Theaterprojekten und zeigt dort Spontaneität. Schriftliche Arbeiten fallen ihm noch schwerer, doch seine Entwicklung bleibt positiv.

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