1986
Zum 20-jährigen Bestehen bleibt die grosse Feier aus. Stattdessen prägen ein Baustart, ein neues Schulangebot und erste Herausforderungen im Alltag das Jahr. Es zeigt Entwicklung trotz begrenzter Mittel und offener Fragen.
1986 wird die Stiftung 20 Jahre alt, gefeiert wird jedoch nicht. Die Quellenlage ist spärlich, doch einzelne Ereignisse markieren ein Jahr im Zeichen von Aufbau und Weiterentwicklung. Mit dem Spatenstich für die Schulanlage Höchi in Baden-Dättwil beginnt ein bedeutendes Bauprojekt. Symbolisch pflanzen Kinder und Erwachsene gemeinsam Sonnenblumen, deren Samen später den Neubau begleiten sollen.
In Aarau startet nach intensiver Vorbereitung die Berufswahlklasse. Das ambitionierte Konzept mit einer schulisch strukturierten Fünftagewoche soll die Jugendlichen gezielt auf den Berufsalltag vorbereiten. Der Beginn ist klein, die Umsetzung anspruchsvoll: Viele praktische Arbeitsabläufe erweisen sich als deutlich aufwendiger als erwartet. Rückblickend führen diese Erfahrungen Jahrzehnte später zu einer Neuausrichtung der beruflichen Integration.
Auch personell gibt es wichtige Verstärkungen: Mit Dr. André Perrenoud und Dr. Hanspeter Gnehm werden zwei engagierte Kinderärzte gewonnen, die der Stiftung teilweise bis heute verbunden bleiben.
Der Alltag bleibt geprägt von vielfältigen Aktivitäten – vom Winterlager in Wildhaus bis zu thematischen Schulwochen. Eine Besonderheit stellt ein Gesuch von Zita Keller an die Migros-Genossenschaft für einen Beitrag zum Winterlager 1987 dar. Die kritischen Rückfragen der Migros führen dazu, dass Stiftungsleiter Gérald Erne sich von dieser Anfrage distanziert.