1995

Psychomotorik wird eine anerkannte Therapie – Schule im Wandel

Die Fortschritte bei der therapeutischen Anerkennung der Psychomotorik werfen grundlegende Fragen zur Zukunft der Sonderschulen auf. Gleichzeitig bleibt der Alltag geprägt von Engagement, Projekten und einem Schuss Humor.

Was geschah in diesem Jahr

Die Anerkennung der Psychomotorik-Therapie als pädagogisch-therapeutische Massnahme markiert einen wichtigen Meilenstein. Gleichzeitig machen lange Wartezeiten deutlich, dass der Bedarf hoch ist und ein Ausbau dringend notwendig wäre. Ziel ist es, die bestehenden Kapazitäten deutlich zu erhöhen – ein Thema, das auch Jahre später nichts an Aktualität verliert.

Parallel dazu rückt die strategische Ausrichtung der Stiftung stärker in den Fokus. Der Stiftungsrat beauftragt die Geschäftsleitung, ein eigenes Leitbild zu erarbeiten. In diesem Zusammenhang entsteht eine kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Sonderschulen innerhalb des Bildungssystems. Fragen nach Integration, Gleichwertigkeit und Wahrnehmung werden offen diskutiert, insbesondere im Spannungsfeld zwischen Regel- und Sonderschulen. Die Debatte zeigt, wie stark sich das Selbstverständnis der Institution im Wandel befindet.

Neben diesen Grundsatzfragen bleibt auch der Alltag vielseitig und lebendig. Schulreisen, Projektwochen und Lager bieten den Schüler:innen wichtige gemeinsame Erlebnisse und prägen das Jahr ebenso wie die fachlichen Entwicklungen. Kreative Beiträge aus dem Schulalltag sorgen dabei immer wieder für Leichtigkeit und Humor; und geben Einblick in das Leben und Lernen vor Ort.

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