1970
Ein Jahr der Veränderungen: In Aarau kommt es zu einem Führungswechsel. Gleichzeitig schreiten die Pläne für einen Standort im Raum Baden rasch voran.
Der Schreibmaschinenunterricht sorgt weiterhin für Aufmerksamkeit. Zeitungen berichten über das neue Lernangebot im Schulheim Aarau. Interne Berichte betonen die Bedeutung des Blindschreibens für die spätere berufliche Integration. Gleichzeitig zeigt der Alltag auch ganz andere Seiten: Kinder wünschen sich zu Weihnachten Schallplatten oder ein Taschenradio. Das Leben im Heim bleibt vielschichtig. Auf strategischer Ebene kommt es jedoch zu einem Bruch. Anfang Februar tritt der Präsident des Stiftungsrates überraschend zurück. Ein Kontrollausschuss untersucht die Vorgänge. Die Auseinandersetzungen betreffen unter anderem die Ausrichtung des Schulbetriebs. Kurz darauf verlässt auch die bisherige Heimleiterin die Institution. Mit Gérald Erne übernimmt ein neuer Schul- und Heimleiter die Verantwortung. Er bringt pädagogische Erfahrung mit und setzt rasch Neuerungen um. Der Jahresbericht hebt seinen grossen Einsatz hervor. Die Führung wird neu geordnet, der Betrieb stabilisiert sich. Parallel dazu gewinnen die Pläne für Baden an Dynamik. Ein detailliertes Konzept für ein Schulheim mit Therapie- und Beratungsstelle wird ausgearbeitet und weiterentwickelt. Noch im Dezember kann in Ennetbaden eine Wohnung als provisorische ambulante Praxis gemietet werden.