1967

Der Betrieb startet – der Platz wird knapp

Das Schulheim in Aarau nimmt den Betrieb auf. Die Nachfrage ist gross und der Platz rasch ausgeschöpft. Gleichzeitig entstehen erste Überlegungen zur Früherfassung und zum weiteren Ausbau des Angebots.

Was geschah in diesem Jahr

Am 19. Juni 1967 eröffnet das Schulheim an der Fröhlichstrasse. Elf Kinder besuchen den Unterricht, weitere werden extern betreut. Schon nach kurzer Zeit gehen zahlreiche Anfragen von Eltern und Ärzten ein. Der Bedarf ist deutlich spürbar. Mit 11 internen und 8 externen Kindern ist die räumliche Kapazität jedoch bereits erreicht. Der erste Jahresbericht, der später die Jahre 1966 und 1967 umfasst, hält diese Entwicklung fest. Er beschreibt nicht nur Zahlen, sondern auch das Zusammenleben im Heim. Unter der Leitung von Lotti Bichsel entsteht eine engagierte Haus- und Arbeitsgemeinschaft. Unterricht, Betreuung und Pflege greifen ineinander. Die Stiftung gewinnt an Profil. Ende September können Aktivmitglieder das neue Schulheim besichtigen. Ein Artikel in einer Schweizer Familienzeitschrift macht das Angebot schweizweit bekannt und ruft zu Spenden auf. Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn. Eine heilpädagogische Fachgruppe diskutiert die Eröffnung einer Kindergartenabteilung und die Einführung einer Früherfassung. Fachleute weisen darauf hin, wie wichtig eine möglichst frühe Förderung ist. Auch Fragen zur Unterrichtsorganisation, zur Fünftage-Woche und zum Einsatz von Therapien werden intensiv beraten. Schon im ersten Betriebsjahr zeigt sich: Das Schulheim ist gefragt. Und es wird weiterdenken müssen, um dem Bedarf und dem eigenen Anspruch gerecht zu werden.

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