1976

Zehn Jahre Stiftung – feiern und weiterplanen

Die Stiftung feiert das 10-jährige Jubiläum. Die Platznot an beiden Standorten bleibt eine grosse Herausforderung.

Was geschah in diesem Jahr

Das zehnjährige Jubiläum bietet Anlass zum Innehalten. In Baden und Aarau organisiert die Stiftung Tage der offenen Tür. Eltern helfen tatkräftig mit. Sie nähen, backen, basteln und bereiten die Kaffeestuben vor. Die Anlässe stärken die Gemeinschaft und machen die Arbeit sichtbar. Ein Super-8-Film hält «einen Tag im Schulheim Aarau» fest und dokumentiert den Alltag. Auch in der Presse findet das Engagement Beachtung. Berichte thematisieren die Situation von Menschen mit Behinderungen und betonen, dass Anerkennung wichtiger ist als Mitleid. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind jedoch schwierig. Die wirtschaftliche Rezession erschwert insbesondere die Schaffung sinnvoller Arbeitsplätze. Gleichzeitig spitzt sich die Raumsituation weiter zu. In Aarau und Baden besuchen insgesamt über 60 Kinder und Jugendliche die Schulen, weit über 200 nutzen ambulante Therapien. Provisorien prägen den Alltag. In Aarau wird sogar die Übernahme einer Militärbaracke geprüft. Raumprogramme sehen bereits ein Lehrschwimmbecken und Personalwohnungen vor – vieles bleibt jedoch vorerst Planung. In Baden wird zudem klar, dass die Villa am Ländliweg nur befristet genutzt werden kann. Neue Übergangslösungen müssen gesucht werden. Neben diesen strukturellen Fragen zeigt sich der lebendige Schulalltag. Zwei Bergschullager in Walzenhausen und Beatenberg führen die Kinder in die Natur. Sie planen Menüs, rechnen Budgets und erklimmen gemeinsam Gipfel. Solche Erlebnisse stärken Selbstvertrauen und Gemeinschaft.

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