1974
Das Jahr der Eröffnung der Tagesschule in Baden. Das Angebot wächst rasch und neue Therapien werden vorbereitet. Gleichzeitig gerät die Finanzierung unter Druck und das Erziehungsdepartement mahnt zur formellen Korrektheit.
Im Zentrum des Jahres steht die Eröffnung der Tagesschule in Baden. Neben dem geplanten Kindergarten kann auch eine erste Unterstufenklasse starten. Die Stadt Baden stellt dafür ein Schulzimmer im alten Schulhaus zur Verfügung. Ohne diese Unterstützung wäre der Ausbau nicht möglich gewesen. Für das neue Zentrum werden Reglemente und Richtlinien erarbeitet. Erstmals finden gemeinsame Weiterbildungs- und Fortbildungstage für die Mitarbeitenden beider Standorte statt. Der fachliche Austausch gewinnt an Bedeutung. Parallel dazu werden Gespräche zur Einführung der psychomotorischen Therapie im Kanton aufgenommen. Das Angebot soll weiterentwickelt und ergänzt werden. Die Dynamik ist spürbar. Doch das schnelle Wachstum bringt finanzielle Risiken mit sich. Die Kreditlimite bei der Bank wird überschritten. Zweimal steht die Stiftung kurzfristig vor der Frage, ob Löhne ausbezahlt werden können. Mit grossem Einsatz werden Lösungen gefunden. Die Situation zeigt, wie stark die Stiftung in Vorleistung geht und wie wichtig zusätzliche Unterstützung bleibt. Auch rechtlich werden Weichen gestellt. Der Stiftungszweck wird erweitert: Neu können nicht nur Kinder mit cerebralen Bewegungsstörungen, sondern auch mit anderen körperlichen Behinderungen aufgenommen werden. Im Dezember folgt ein kritisches Schreiben des Erziehungsdepartementes: Die Bewilligung für die Tagesschule wurde 10 Tage zu spät eingeholt, nämlich nach der Eröffnung. Zudem formuliert das Departement einzelne Auflagen, die die Stiftung aufnimmt und anpasst.
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