1980
Das «International Jahr des Behinderten»: Die Stiftung setzt sich mit dem Leitgedanken der «vollen Teilnahme» auseinander und bezieht Stellung zur Rolle der Sonderschulen.
Die Vereinten Nationen erklären 1981 zum Internationalen Jahr des Behinderten. Das Motto «Full participation» löst bereits im Vorfeld Diskussionen aus. Auch die Stiftung fragt sich, welchen Beitrag sie zur vollen Teilnahme leisten kann. Kritische Stimmen sehen in Sonderschulen eine Form der Separation. Der Jahresbericht setzt sich differenziert mit dieser Sicht auseinander. Er weist darauf hin, dass viele Kinder nach gescheiterten Integrationsversuchen in der öffentlichen Schule aufgenommen werden. Oft kommen zur körperlichen Beeinträchtigung weitere Belastungen hinzu. Die Frage nach der passenden Schulform bleibt komplex. In Aarau rückt die neue Schulanlage Telli näher. Stiftungsrat und Einwohnerrat sprechen sich für einen Projektierungskredit aus. Der Rahmenvertrag für Bau und Betrieb wird unterzeichnet. Das Vorhaben findet in der Öffentlichkeit Beachtung und Unterstützung. Der Schulalltag bleibt vielfältig: Schulschlussfeiern, Maienzug und Winterlager gehören dazu. Die Reisen erfordern sorgfältige Planung. Für ein Lager wird ein spezieller Eisenbahnwagen organisiert, damit Rollstuhlfahrende möglichst hindernisfrei einsteigen können. Solche Lösungen zeigen, wie Teilhabe konkret ermöglicht wird. Weiterbildung und fachlicher Austausch sind ebenfalls Thema. Auch Mitarbeitende ausserhalb des Lehrpersonals werden einbezogen. Die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen wird bewusst gepflegt. Der Schüler «Max» entwickelt sich weiter positiv. In der Physiotherapie wird gezielt an Stabilität und Symmetrie gearbeitet. Fortschritte werden sichtbar.