1993
1993 steht im Zeichen des Sparens: weniger Aktivitäten, mehr Effizienz und gleichzeitig werden neue Führungsstrukturen eingeführt, jedoch nicht überall reibungslos.
Das Jahr 1993 ist stark vom Spargedanken geprägt. Auf Aufforderung des Erziehungsdepartements werden Aktivitäten reduziert und das Jahr bewusst ruhiger gestaltet. Sparen zeigt sich dabei nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch – selbst die Dokumentation fällt deutlich schlanker aus.
Im Zentrum Baden werden die im Vorjahr erarbeiteten Führungsstrukturen erfolgreich umgesetzt. Ein neues Leitungsteam übernimmt Verantwortung, ergänzt durch klar geregelte Zuständigkeiten, etwa im Ambulatorium. Die Veränderungen werden transparent kommuniziert und sowohl schriftlich als auch im persönlichen Austausch mit den Eltern vermittelt.
Im Schulheim Aarau hingegen verläuft die Organisationsentwicklung weniger reibungslos. Die Zusammenarbeit mit dem Beraterteam wird beendet, was als Rückschlag empfunden wird. Dennoch wird der Prozess intern weitergeführt, verbunden mit der Einsicht, dass die Weiterentwicklung der eigenen Strukturen anspruchsvoll, aber notwendig ist. Positive Akzente setzen gemeinsame Erlebnisse wie ein Herbstlager.
Auch finanziell zeigt sich das Sparjahr deutlich: Lohnanpassungen bleiben minimal, Zulagen werden gekürzt. Gleichzeitig werden Instrumente zur besseren Kostentransparenz eingeführt. Erste Diskussionen über Arbeitszeitmodelle und Effizienz verdeutlichen den steigenden Druck, wirtschaftlicher zu arbeiten.
Zum Abschluss markiert das Jahr auch einen personellen Wechsel: Der bisherige Chronist Ueli Speich übernimmt ab 1994 die Betriebsleitung des Schulheimes in Aarau, gibt die Berichterstattung ab und beendet damit seine langjährige Dokumentation.
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